Demnächst im Museum

Tatort. Luzerner Mordfällen auf der Spur

22.09.2017 – 11.03.2018

Sonntagabend, 20.15 Uhr. Es ist Zeit für den «Tatort».Gespannt sitzen die Leute vor dem Fernseher und verfolgen Gewalt und menschliche Abgründe, Verhöre im Polizeipräsidium und Verfolgungsjagden. Was als unterhaltsamer Sonntagabend-Krimi über den Bildschirm flimmert, ist aber auch Abbild unserer Realität – und unserer Menschheitsgeschichte: Seit jeher töten Menschen andere Menschen.
Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf Spurensuche durch sieben Jahrhunderte Kriminalität und Verbrechen im Kanton Luzern: von realen, historischen Mordfällen bis zu den fiktionalen Luzerner «Tatort»-Folgen. Diese exemplarischen Kriminalfälle widerspiegeln den Zeitgeist der jeweiligen Gesellschaft, ihre Vorstellungen von Recht und Unrecht und ihren Umgang mit Mördern: Ein Lustmord im 19. Jahrhundert endet mit der Guillotine für den Täter, ein vergifteter Kuchen soll im 18. Jahrhundert alle Probleme einer schwangeren Dienstmagd aus der Welt schaffen. Weshalb wird jemand zum Mörder? Mit welchen Methoden versuchen die Ermittler den Fall zu lösen? Und: Wieso interessiert uns das alles so brennend?

Vernissage: Donnerstag, 21. September 2017, 18.30 Uhr

Kuratorin: Sibylle Gerber
Szenografie: Ronny Portmann
Hauptsponsor: gzp architekten ag, Luzern


Weltformat 17 – Plakatfestival Luzern

23.09. – 01.10.2017

Bereits zum neunten Mal findet in Luzern das internationale Plakatfestival «Weltformat» statt. An verschiedenen Orten in der Stadt kann sich das Publikum über das aktuelle Plakatdesign und historische Positionen informieren. Es werden mehrere Sonderausstellungen eingerichtet und unter anderem die «100 besten Plakate 16 – Deutschland Österreich Schweiz» sowie die Beiträge eines international ausgeschriebenen Studierendenwettbewerbs präsentiert.
Das Historische Museum beteiligt sich erstmals am Festival und richtet in Kooperation mit dem in Luzern ansässigen Verein Weltformat im Foyer eine Ausstellung ein.

Spezielle Öffnungszeiten während des Festivals: täglich geöffnet 10–18 Uhr


Cabinet. Grabe, wo du stehst – Urs Häner

01.12.2017 – 09.09.2018

Wer Spannendes entdecken will, muss nicht unbedingt in die Ferne reisen – auch vor der eigenen Haustüre lassen sich reichlich Schätze heben. Der Lebensraum Quartier ist selber ein weites Feld, um Recherchen anzustellen und manche gefährliche Erinnerung wachzuhalten. Seit 1985 lebt Urs Häner in Luzern, wo er sich in verschiedenen Gruppen und Aktivitäten engagiert. Zentrum seines Wirkens ist das BaBeL-Quartier, in dem er selbst lebt. Als Geschichtensammler und -vermittler prägt er das Bild des Quartiers mit. Als «UntergRundgänger» berichtet er von Recherchen und Schätzen, welche diese Equipe gehoben hat. Solche Sedimente von Begebenheiten aus dem Quartier sind Fundstücke gelebten Lebens. Sie haben für Urs Häner das Potenzial, unsere eigene Gegenwart kritisch zu hinterfragen, und zielen damit direkt auf unsere Identität. Urs Häner ist ein aktiver Mitgestalter dieses Lebensraums. Er versteht ihn als ein Puzzle, das zwar nie fertig wird, aber gemeinschaftlich zu ergänzen ist. Ihm ist es wichtig, das Globale auch im Lokalen durchzubuchstabieren. Erinnern und erzählen, sammeln und sortieren sind der Ausgangspunkt solidarischen Handelns, um an der eigenen Geschichte weiterzuschreiben.
Für die Cabinet-Ausstellung im Foyer hat Urs Häner von uns eine Carte blanche erhalten.

Kurator: Christoph Lichtin

Vernissage: Donnerstag, 30. November 2017, 18.30 Uhr